Die Geschichte des Rundfunks in Ungarn lässt sich bis in
den Dezember 1925 nachvollziehen. Das 1. Horfunk-Px
wurde als ‚Magyar Telefonhírmondó és Rádió Rt‘ betrieben.
Vorrangiger Programmauftrag sollte die Information der Hörer sein. Im Gegensatz dazu
wurde 1932 „Radio Budapest II“ als Unterhaltungssender gestartet. Das dritte Programm
wiederum wurde 1973 gegründet und erhielt im Mai 1987 von der Dachgesellschaft „MR“
(Magyar Radio) den neuen Namen „Bartok Radio“.
Während der vier Jahrzehnte des regierenden Staatssozialismus war der mehrsprachige
Auslandsdienst von Radio Budapest zwar indoktriniert & mit „sozialistischem“ Gedankengut hörbar, behielt jedoch nebenbei durch traditionelle Folklore und Wunschmusiksendung
einen Teil seines typisch ungarischen Charmes. Auch einen Kurzwellenhörerclub gab es.
Die mühevolle Pflege der bunten Hörerschaft trug zum Erfolg der Sendungen über das
Jahr 1989 (Fall des ‚Eisernen Vorhangs‘ in Ungarn) hinaus bei, und zwar noch fast volle 18
Jahre. In 2007 dann wurden die internationalen Ausstrahlungen von Radio Budapest
beendet. Auf MW wurde 2012 eine Kürzung der Sendezeiten vorgenommen, aber „MR“ ist
dort weiter aktiv, u.a. mit KOSSUTH RADIO.
