Turkmen Radio (TR), Turkmenistan

Radio Ashgabad wurde nach dem Zusammenbruch der Turkmenischen SSR im Jahr 1994 neu gegründet und arbeitete mit zwei verbliebenen 20 kW-Sendern auf 4825, 4930 und 5015 khz.

Weiter existierte ein 150 kW-Langwellensender für die Frequenz 279 khz, dort wurde oft das Programm „Watan“ ausgestrahlt – sowie ein OIRT-Transmitter für 67,2 Mhz. Desweiteren einige FM_Sender, da Ashgabad die Hauptstadt des Landes ist. In 2012 wurden die Kurzwellensendungen abrupt beendet: was auf eine politische Entscheidung der Staatsführung hindeutet.

Im Land selbst sind Stationen aus dem Iran, Armenien und Tajikistan zu hören, alle auf Mittelwellenfrequenzen > Aschgabat Radiosender, Turkmenistan / Radiosender in Aschgabat, Turkmenistan — World Radio Map

Voice of Zanzibar (Tansania)

Die Gründung der Radiostation erfolgte im Jahr 1951. Im April 2013 erfolgte die Umbenennung in „Zanzibar Broadcasting Corp.“, auf den QSL-Karten verblieb aber lange Jahre die alte Bezeichnung.

Jahrzehnte wurde auf 11735 khz mit einer Leistung von 50 kW aus Dole gesendet, in Swahili, mit viel regionaler Musik, was den Empfang für den DX-er noch interessanter machte. Inzwischen hat man die Ausstrahlung aufgegeben.

Radio Dushanbe, Tajikistan

In 1924 a radio station was built in Dushanbe for military communication. On 10 April 1930 the first radio broadcast was heard by civilians in Tajikistan, from Moscow. It functioned as a news source and a source of Soviet propaganda. The first station, in Dushanbe, mainly focused on retransmitted broadcasts from Moscow and radios gradually became more prevalent in the country. While development slowed during World War 2, afterwards Tajikistan received higher broadband and quality radio stations for broadcasts.

In 1977, locally created radio broadcasts were able to be transmitted from Dushanbe thanks to the construction of the Radio House in the city. As of August 1999 government radio is the only broadcast throughout the nation; no independent radio stations were in operation.

Voice of Philippines, Tinang

Zur Zeit kann man wieder um 17.30 UTC (19.30 MESZ) die Stimme der Philippinen in ganz 

brauchbarer Qualität auf Kurzwelle 12120 khz empfangen.

Die Voice of the Philippines sendet von 17.30 UTC bis 18.00 Uhr UTC .

Das Programm besteht aus Nachrichten, Informationen und Musik.

26.8.24

Voice of Russia

Voice of Russia

Die „Voice of Russia“ (Stimme Russlands) ist ein an sich viele Seiten langes Kapitel, das an anderer Stelle vertieft werden sollte. Daher hier nur der Hinweis, dass die Station Nachfolger des UdSSR-Senders „Radio Moskau“ war, durch schlichte Umbenennung im Dezember 1993 und Aufrechterhaltung des internationalen Sendedienstes.

10 Jahre danach erfolgte auf Regierungsanordnung die Liquidation per 1.1.2014, aber erst am 1. April 2014 wurden alle MW- und KW-Sendungen beendet. 30 Antennenstandorte, die 38 Sprachdienste bedienten, wurden obsolet, und Russland wurde (bis auf ein wenig DAB-Programm an der Grenze) ein Staat ohne Auslandsrundfunk. Ein Skandal an sich, der durch „Sputnik News“ schon im November 2014 beseitigt werden sollte. Sputnik war ein Projekt der staatlichen Nachrichtenagentur und als ‚Media- Plattform‘ sensationell erfolglos…. Man arbeitete ohne Hörer, und die Bedeutung, die die Voice of Russia hatte, blieb
verschwunden und war mit einem stupiden Nachrichtenportal nicht wieder herzustellen…, never. Pressekonferenzen zur Erlangung von Aufmerksamkeit gab es zwar, jedoch hat der im Ausland verbreitete
TV-Sender „Russia Today“ (RT) die ‚Sputniknews‘ bei weitem in der Publikumsgunst geschlagen. Sputniknews ist inzwischen eingestellt und verschwunden. Und Rußland hat im analogen Rundfunk keine internationale Stimme mehr, sondern nur noch Radio Rossii – das die europäischen Hörer nicht verstehen und ignorieren.–

FEBC Philippines

Die Philippinen sind wie alle Inseln ein idealer
Standort für Kurzwellenantennen. Der Staat
besteht aus über 3500 Inseln, wovon aber nur
elf eine nennenswerte Bevölkerung besitzen.
Die erste Rundfunkausstrahlung fand am
6.Juni 1948 statt (auf MW), und seitdem ging
es in der Geschichte dieser Missionsstation
ständig aufwärts. Heute betreibt man in einer
Unmenge von Sprachen und Dialekten (bis zu
149 ) ein UKW-Netz, mehrere Mittelwellen-
sender und Kurzwellen-Transmitter in den
Philippinen sowie eine Relais-Station.
MW unter anderem auf 702 khz, 1062 khz,
1143 khz, und 1233 khz. Insgesamt stehen 41
Antennenstandorte zur Verfügung. Man erreicht täglich rund 1 Million Zuhörer in Asien,
Afrika und dem Mittleren Osten. Somit ist FEBC eines der größten Missionswerke der
Welt. Eine Vielzahl von Webradio-Angeboten sowie FEBC-Programmübernahmen durch
befreundete Stationen runden das Profil der Station ab. FEBC kooperiert unter FEB.org
mit FEBA Seychellen. Man hat zusätzliche Sendezeit in den ‚Vereinigten Arab.
Emiraten‘ angemietet. Die Sender auf den Philippinen stehen in Ibo und Bocaue.

Oman Radio

Das Sultanat Oman mit der Hauptstadt Maskat ist eine absolute Monarchie, die die vertragliche Abhängigkeit von Großbritannien 1970 beendete und 1971 offiziell unabhängig wurde. Der staatliche Rundfunk startete am 30. Juli 1970 auf MW mit 1 kiloWatt Leistung, schon 2 Jahre später wurde der Sender modernisiert.

Die Sendezeit war 4 Stunden täglich in arabischer Sprache. Ab dem Sommer 1979 begann ein unaufhaltsamer Zuwachs an Programmstunden, bis man nach langen Jahren 1998 einen Stand von 24 Stunden täglich erreichte. Im April 1999 konnte man mit der Übertragung von 15 Stunden täglich auf
ARABSAT beginnen, dem nach und nach 7 weitere Satelliten folgten. Auf UKW gibt es ein
Englisch-Progr. (90.4 und 91.3 Mhz), während die Vollversorgung mit Arabisch durch sage &
schreibe 116 Kleinsender gesichert ist (manche als Reserve, es sind nicht alle gleichzeitig
aktiv). — Die Mittelwelle hat dadurch an Gewicht verloren (u.a. 576 khz, 738 & 1242 khz), —

Südwestafrika

SWABC

Seit 1884 war Südwestafrika (SWA) eine deutsche Kolonie. Während Deutschland im 1. Weltkrieg kämpfte, besetzten südafrikanische Truppen das Land, welches unter UNO Verantwortung gestellt wurde. Südafrika verwaltete Südwestafrika im Auftrag der UNO, was auch nach dem 2. Weltkrieg soblieb – bis 1966. Bereits 1960 hatte sich die SWAPO gegründet (South West Africa People’s Organisation), die sich bewaffnete,
um für die Unabhängigkeit des Landes zu kämpfen. Südafrika beharrte auf der Besetzung SWA’s auch nach einem weiteren UNO-Beschluss vom Juni 1968, der u.a. die Umbenennung in Namibia fixierte und der SWAPO erste Rechte einräumte. Nichtsdestotrotz betrachtete Südafrika’s Regierung SWA/ Namibia nun
sogar als erweiterten Teil des eigenen Landes.
Wie in Südafrika, wurden in Namibia sogenannte „Bantu Homelands“ oder kurz
„Homelands“ eingerichtet (1968 bis 1980). Dies sollten „unabhängige“ Territorien der ethnischen schwarzen Minderheiten sein, wurden aber von keinem Staat der Welt anerkannt.
Bis 1980 wurden in Namibia zehn solche Homelands errichtet, u.a. Hereroland und
Bushmanland.
Im Zuge der politischen Veränderungen in Südafrika (Ende der Apartheid) wurden die
Homelands aufgelöst und Namibia wurde im März 1990 eine unabhängige Republik.
Deutsch war bis zu diesem Zeitpunkt eine der 5 Amtssprachen gewesen, und gerade in
der Hauptstadt Windhuk ist der ehemalige deutsche Einfluss bis heute stark bemerkbar.
Im Gegensatz zu Südafrika, das erste Sendeversuche 1936 erlebte, wurden regionale
Sendungen in SWA sehr spät, nämlich November 1969 aufgenommen. Die südafrikanische Sendegesellschaft SABC organisierte diese, Programmsprachen waren Dialekte wie Ndonga. Im Febr. 1976 wurde das Sendernetz ausgebaut und weitere drei Sprachen hinzugenommen. Die Sendungen waren teilweise auch im Nachbarland Angola hörbar.
SWABC* (South West Africa Broadcasting Corporation) wurde dann im Mai 1979 gegründet und übernahm diese Programme, die schon auf UKW ausgestrahlt worden waren.
Die südafrikan. SABC zog sich zurück & produzierte fortan TV. Am 10. Oktober 1980
startete der Kurzwellendienst der SWABC* mit zwei 100 kiloWatt-Sendern. Vor allem das
deutsche Programm erfreute sich von Beginn an einer großen Beliebtheit im Inland, zumal
es stundenweise auch über das nationale Radio ausgestrahlt wurde. Eigentümer von
SWABC war die Staatsregierung, die nach Gründung der Republik eine Umbenennung in
NBC = Namibia Broadcasting Corporation vornahm. Der Schwerpunkt lag zukünftig bei
Englisch (NBC 1) und 7 Regionalsprachen, Afrikaans (NBC 2) und Deutsch (NBC 3). Acht
UKW-Programme der NBC sind als Webradio hörbar, darunter das deutsche Programm. Die NBC
erreichte mit 50 FM-Sendeanlagen (die 260 Antennen steuern) über 94% der
Bevölkerung Namibias. Im Zuge der „digitalen Migration“ wurde Satellitenverbreitung begonnen, DAB ist geplant. Die Tropenband-Sender wurden Ende 2004 final abgeschaltet, der (einzige) Sender im 49-m-Band im Jahr 2007. Das war’s…….

Malta

History Jahr 1995:

Die „Voice of the Mediterranean“ war ein Gemeinschaftsunternehmen zwischen Malta und
Libyen. Jeden Tag sendete sie je zwei Stunden in Englisch und Arabisch über die
Sender der Deutschen Welle. Dabei wird das englische Programm von den Maltesern gestaltet, das arabische von den Libyern. Zu Anfang hatte es bei dieser Zusammenarbeit Bedenken gegeben.
Auch der Sendebeginn am 1.9.1988 war vielen Beobachtern verdächtig – immerhin ist der 1. September der Jahrestag der libyschen Revolution. So kam der Vertrag nur unter der Bedingung zustande, daß die
maltesische Seite die Sendungen vor der Ausstrahlung kontrolliert. Der damalige
Programmdirektor, Lino Gatt, erklärte, man habe anfangs ein paar Mal „zur Schere greifen müssen“, nach kurzer Zeit habe sich das Verfahren aber eingespielt. Es ist kein Fall bekannt geworden, in dem Sendungen des arabischen Programmes hätten beanstandet werden müssen.
Die Kurzwellensendungen der „Voice of the Mediterranean“ wurden über eine der
Rundstrahlantennen der DW ausgestrahlt. Der Empfang gelang zuverlässig, wenn auch nicht
immer ganz störungsfrei. Im Winter konnte die Morgensendung manchmal sogar über
Mittelwelle aufgenommen werden. Die Station war nicht nur für QSL-Jäger interessant – das englische Programm war kulturell recht anspruchsvoll und abwechslungsreich. Es lohnte sich, länger zuzuhören, besonders für alle, die sich für die Belange des Mittelmeerraumes interessierten.



LNBS Radio Lesotho

Radio Lesotho wurde 1964 durch die römisch-katholischen Kirche gestartet, zwei Jahre später, nach der Unabhängigkeit, gründete die Regierung von Lesotho die Lesotho National Broadcasting Services (LNBS). In den ersten Jahren nach seiner Gründung (Radio Lesotho) sendete es nur eine Stunde lang, erst 1997 wurde ein vierundzwanzigstündiger Sendedienst eingeführt, der 1998 vollständig digitalisiert wurde.

Radio Lesotho untersteht den Lesotho National Broadcasting Services, bekannt als LNBS, und deckt das ganze Land und einige Teile Südafrikas ab. Es sendet 2x in FM 90,8 und 106,1 MHz sowie AM Mittelwelle 639 kHz. LNBS wird kontrolliert durch das Informationsministerium.